Dienstag, 27 April 2021 13:04

Streit mit Frankreich über Atomkraft Empfehlung

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EU-Gelder für Nachhaltigkeit EU-Gelder für Nachhaltigkeit tagesschau

EU-Gelder für Nachhaltigkeit

Während in Tschernobyl der Atomkatastrophe von 1986 gedacht wird, streitet die EU weiter über Kernkraft. Paris hält sie für unverzichtbar und nachhaltig, was EU-Fördermittel bedeuten würde. Die Bundesregierung widerspricht.

Für die geplante Klimaneutralität der EU hält Frankreich die Atomenergie für unverzichtbar - und erntet dafür Widerspruch aus Berlin. So erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD): "Eine Energieform, die nachfolgenden Generationen dauerhaft immens hohe Kosten und Gefahren aufbürdet, kann nicht nachhaltig sein."

Sie reagierte damit auf Äußerungen von Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire. Dieser hatte der Funke Mediengruppe gesagt, dass Europa die CO2-Neutralität bis 2050 "nicht ohne die Kernkraft erreichen werde". Alle europäischen Partner müssten verstehen, dass die Atomkraft zu den wesentlichen Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit und der Souveränität Frankreichs, aber auch der europäischen Energie-Souveränität gehöre. "Wir sind auf gutem Weg zu gewährleisten, dass die Nuklearenergie als CO2-freie Energie anerkannt wird, die zur grünen Finanzierung in Europa berechtigt ist", sagte Le Maire, räumte aber ein, der Streit sei "intensiv".

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