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AKW stellt Freundschaft zwischen Hartheim und Fessenheim auf die Probe Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 23.07.2015
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Kündigen die Fessenheimer den Hartheimern jetzt die Freundschaft?

Wagten ein Tänzchen: Bürgermeisterin Kathrin Schönberger und ihr Amtskollege Claude Brender aus Fessenheim Foto: Katja Mielcarek BZ 08.01.2015


Zumindest schrillen die Alarmglocken, und aus Fessenheim hallen neue Töne zu Hartheims Haltung zum Atommeiler über den Rhein. Ob das seit 23 Jahren bestehende und intensiv gepflegte Bündnis der beiden Gemeinden künftig Bestand haben kann, scheint seit vergangenem Dienstag angesichts der konträren Positionen zur AKW-Problematik fraglich.

Es könnte nun vom Verlauf der Gespräche am 16. Oktober abhängen, zu denen Fessenheims Bürgermeister Claude Brender höchstpersönlich das Hartheimer Kommunalparlament mit der Bürgermeisterin (außerdem Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber und den Heitersheimer Amtskollegen Martin Löffler) eingeladen hat – inklusive AKW-Rundgang.

"Der Brief von Bürgermeisterin Kathrin Schönberger an Präsident Hollande liegt uns schwer auf dem Herzen", ließ Fessenheims Bürgermeister Claude Brender die Hartheimer Gemeinderäte am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung wissen. Der Fessenheimer Rathauschef war eigens nach Hartheim in die öffentliche Ratssitzung gekommen, als Freund, wie er betonte, und um seine ganz persönliche Meinung darzulegen. Er wolle Bezug nehmen auf den Brief, den Bürgermeisterin Schönberger an Präsident Hollande geschrieben habe, in dem sie diesen dazu aufforderte, den ältesten französischen Atommeiler, das AKW Fessenheim, abzuschalten.

"Wir sind stolz auf das AKW"


Für den Versand des Schreibens erhielt sie im Mai von den Räten Zustimmung, allerdings unter der Vorgabe der Transparenz gegenüber den Freunden in Fessenheim, sie sollten informiert werden, hieß es – und "nichtsdestotrotz müsse eine Freundschaft aushalten, wenn einer der beiden Partner eine andere Meinung vertrete. Darüber müsse man mit den Kollegen reden können. Es werde ein intensiver Kontakt nach Fessenheim gepflegt, die Freundschaft sei wichtig, aber man säße hier auf einem Pulverfass."

Von Brenders persönlichem Besuch überrascht, räumte Bürgermeisterin Schönberger nun am Dienstagabend dem Gast aus Frankreich vor Sitzungsbeginn Rederecht ein. Er habe einen Brief verfasst, den er dem Gremium vorlesen wolle, erklärte Brender, und betonte, dass das AKW in den 23 Jahren der Jumelage nie ein Problemthema gewesen sei. Doch jetzt gelte es darüber zu sprechen. Er habe sich geärgert, über die Argumente im Brief der Bürgermeisterin an den Präsidenten. Auch habe er den Brief vorher nicht gesehen, und ihn erst jetzt von den französischen Behörden zugesandt bekommen. Bürgermeisterin Schönberger hatte seinerzeit auf Nachfrage der Räte bestätigt, dass sie "mit ihrem Amtskollegen Claude Brender aus Fessenheim ausführlich darüber gesprochen" habe. Das bestätigte sie am Dienstagabend erneut.

Brender erklärte nun in seinem Schreiben, er verstehe nicht, dass in dem Brief Argumente zu den Störfällen im AKW benutzt würden, die in allen Punkten beantwortet gewesen seien. "Wir sind stolz auf das AKW", sagte Brender, und legte Wert darauf, "kein Besserwisser" zu sen. "Wir kennen die Menschen, die im AKW arbeiten. Wäre das Atomkraftwerk ein Pulverfass, es würde kein Fessenheimer darin arbeiten", argumentierte der Fessenheimer Bürgermeister. Stolz sei man auch auf den Umweltschutz, so belaste Fessenheim die Umwelt nicht durch die Förderung in Kohleminen. Er hoffe nun darauf, dass seine Einladung zum Gespräch angenommen werde, sonst, so Claude Brender "könnte dies schwerwiegende Folgen für unsere Freundschaft haben."

Zuletzt geändert am: 23.07.2015 um 14:34:21

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