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Fessenheim bleibt unter Hollande offen Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 08.04.2017
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Atomkraftgegner glauben der Regierung nicht mehr – auch wenn die Umweltministerin angekündigt hat, Fessenheim noch in den letzten Regierungstagen zu schließen. (Foto: Schulze von Glaßer)

Das älteste Atomkraftwerk Frankreichs darf weiter Strom erzeugen. Einen Antrag zum Entzug der Betriebsgenehmigung hat der staatliche Energiekonzern Électricité de France (EDF) am Donnerstag vertagt.

Der französische Präsident François Hollande kann durch diese Entscheidung sein Dekret zur Stilllegung des Reaktors nicht mehr vor dem 7. Mai auf den Weg bringen. Damit bricht der Präsident sein Wahlversprechen, das stark umstrittene Atomkraftwerk bis zum Ende seiner Amtszeit zu schließen.

 

Dem widersprach aber das von der Sozialistin Ségolène Royal geführte Umweltministerium: Der Präsident werde das Dekret in den kommenden Wochen unterzeichnen. Allerdings geht das formal nicht ohne den Antrag von EDF, der gerade auf 2018 verschoben wurde. Während Umweltschützer protestierten, fuhr die Gewerkschaft CGT Fessenheim-Unterstützer mit Bussen vor das Werksgelände, um für den Weiterbetrieb Stimmung zu machen. 

EDF will die beiden alten Reaktoren im Elsass erst schließen, wenn der Europäische Druckwasserreaktor EPR in Flamanville fertig ist. An dem "Kernkraftwerk der dritten Generation" in der Normandie baut EDF seit fast zehn Jahren, die Fertigstellung verzögert sich immer weiter und die Kosten liegen weit über der ursprünglichen Planung. Geht der EPR ans Netz, muss der Betreiber Fessenheim abschalten, weil das französische Energiewende-Gesetz vorschreibt, dass alle Atomreaktoren des Landes zusammen maximal 63.200 Megawatt Leistung haben dürfen.

Zuletzt geändert am: 08.04.2017 um 12:15:09

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