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Greenpeace-Aktivisten besetzen AKW Fessenheim Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 18.03.2014
News >> Aktionsbündnis News

Seit Dienstagfrüh demonstrieren rund 60 Aktivisten von Greenpeace auf dem Gelände des AKW Fessenheim. Sie wollen auf die Gefahr des Kernkraftwerks hinweisen.

Aktuelle Entwicklung
Ein Polizeihubschrauber kreist über Fessenheim Foto: AFP


11.12 Uhr: Die fünf Greenpeace-Schlauchboote sind auf dem Rhein am AKW Fessenheim angelangt. Zwölf Aktivisten befinden sich auf den Booten, darunter zwei Taucher, die nun ins Wasser springen. Zwischen zwei Booten entfalten die Taucher ein Anti-Atomkraft Banner. Die Polizei schaut sich die Aktion in passiver Haltung an. Man hat den Eindruck, dass sie nicht in der Lage ist, einzugreifen.

11.06 Uhr: Fünf Schlauchboote von Greenpeace nähern sich in hoher Geschwindigkeit auf dem Rhein, von Süden kommend. Ein Schlauchboot der Polizei fährt den Demonstranten entgegen. Ein Polizeihubschrauber kreist über dem Areal. Auch Greenpeace hat einen Hubschrauber im Einsatz.

10.50 Uhr: Die sorgfältig geplante Aktion startete heute Früh um 6 Uhr. Offenbar hatte das Wachpersonal die 60 Eindringlinge nicht bemerkt. Dies wirft die Frage auf, ob überhaupt eine Videoüberwachung des Stacheldrahts existiert. Die Greenpeace-Demonstranten gehen davon aus, dass sie wegen Hausfriedensbruchs angezeigt werden. Das Protestbanner ist inzwischen eingerollt worden, die beiden Demonstranten am Banner haben sich abgeseilt.

9.52 Uhr: Etwa sechs Mitarbeiter der Électricité de France stehen auf dem Reaktorgebäude. Ein Polizeihubschrauber hat eine weitere Person über eine Rettungsleine auf das Reaktorgebäude 1 hinabgelassen. Die Mitarbeiter versuchen, das 14 mal 15 Meter große Protestbanner abzunehmen. Sie können dies aber nicht, da sich zwei Greenpeace-Aktivisten am Banner festgezurrt haben. Die beiden Demonstranten hängen in Klettergurten zwei Meter unter dem Banner – und zirka 20 Meter über dem Boden.

Vor dem Atomkraftwerk haben sich etwa 30 Schaulustige versammelt, dazu fünf Kamerateams. Zehn Polizisten sind vor Ort, vier Aktivisten stehen vor dem Eingang. Die Lage ist entspannt.

Ein französischer Greenpeace-Aktivist berichtet, er sei darüber erschreckt gewesen, wie einfach es war, den Stacheldraht zu überwinden und das Atomkraftwerk zu besetzen.

Aktion begann am Dienstagfrüh


Seit heute morgen demonstrieren rund 60 Aktivisten von Greenpeace aus 14 Nationen auf dem Gelände des Atomkraftwerks Fessenheim. 20 von ihnen sind auf das Reaktorgebäude geklettert. Die in gelb gekleideten Demonstranten gelangten im Morgengrauen mit einer selbstgebauten Brücke von einem Container aus über den Stacheldrahtzaun auf das Gelände des Atomkraftwerks.

Die Aktivisten haben ein Banner mit der Aufschrift " Stop risking Europe " neben dem Reaktorgebäude 1 aufgehängt. Ein Foto zeigt die Stelle, außerdem sind etwa fünf bis sechs Aktivisten auf einer Plattform neben dem Gebäude zu sehen. Weitere Demonstranten hätten sich zum Zwischenlager in einem Wasserbassin in dem Reaktor begeben, teilte Greenpeace mit. Wie schon bei der Besetzung des AKW Beznau am 5. März verwundert es, wie leicht es den Aktivisten möglich war, die verschiedenen Bereiche des Atomkraftwerks zu entern.

Adressaten beim europäischen Energiegipfel


Zwei Tage vor dem europäischen Energiegipfel am 20. März verlangen die Besetzer vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich für eine wirkliche Energiewende in Europa einzusetzen und sich vom nuklearen Risiko zu verabschieden. Beide sollten sich dafür stark machen, dass bis 2030 rund 45 Prozent der erzeugten Energie in Europa aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.


Die Aktion richte sich besonders gegen die alternden Atomkraftwerke in Frankreich, sagte Greenpeace-Sprecherin Cyrille Cormier. Ziel sei aber auch, die Kohlekraftwerke in Deutschland und in Osteuropa abzuschalten und endlich eine kräftige Entwicklung der erneuerbaren Energien in ganz Europa ins Auge zu fassen. Dies sei die einzige Alternative, die nebenbei auch dabei helfe, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft zu beleben.

"Das Werk in Fessenheim ist ein Symbol ", sagte Cyrille Cormier. Die in Aussicht gestellte Schließung des AKW Fessenheim bis Ende 2016 dürfe nur die erste in einer ganzen Reihe von AKW-Stilllegungen in ganz Europa sein; damit könnten die Unfallrisiken und die finanziellen Risiken, die mit dem Altern der Atomkraftwerke einhergehen, begrenzt und die Energiewende endlich angeschoben werden.


Content from Action : ne mettez pas l'Europe en danger !

Zuletzt geändert am: 18.03.2014 um 11:57:07

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