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von brutto tempo
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«Fessenheim wird vor 2017 schliessen» Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 18.10.2014
News >> Aktionsbündnis News

Die französische Umweltpolitikerin Emmanuelle Cosse hat mit Präsident Hollande gesprochen und ein Missverständnis nach einer Aussage von Ségolène Royal aufgeklärt.

Da sind die Medien wohl in eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem französischen Präsidenten François Hollande (PS) und seiner Ex-Frau und Umweltministerin Ségolène Royal (PS) geraten. «Fessenheim-Stopp rückt in weite Ferne» titelte die bz am Donnerstag und bezog sich auf eine Aussage Royals, die sie gegenüber französischen Journalisten gemacht hatte. Royal hatte Zweifel daran geäussert, dass der vorgesehene Fahrplan bei der Stilllegung von Frankreichs ältestem AKW im elsässischen Fessenheim wie vorgesehen eingehalten werden kann.

Gestern kam dann die Korrektur von Royals Aussage und den Pressemeldungen, übermittelt von der französischen Umweltpolitikerin Emmanuelle Cosse. In einem Interview sagte die Grüne, sie und andere aus ihrer Partei hätten am Montag mit Hollande gesprochen. Dabei sei es auch um das AKW in Fessenheim gegangen. Hollande habe ihr gegenüber versichert, dass Fessenheim vor 2017 schliesst, sagte Cosse gegenüber FranceInfo. «Vielleicht bin ich die Einzige, die das in Frankreich noch glaubt, aber ich sage Ihnen, Fessenheim wird schliessen. Es ist ein Anliegen des Präsidenten der Republik. Auch wenn ich sehr wohl den Druck von Électricité de France wahrnehme und höre, wie Ségolène Royal sich äussert, ich sage Ihnen, Fessenheim wird schliessen», erklärte Cosse.

Gute Botschaft für Basel

Die Politikerin ist sicher, dass es sich dabei um kein leeres Versprechen Hollandes handelt. «Es ist nicht einfach eine fixe Idee von Ökos oder von François Hollande. Wenn Fessenheim nicht schliesst, bedeutet das, dass Frankreich nicht fähig ist, auf die Fragen der nuklearen Sicherheit zu antworten», sagt Cosse.

Für den basel-städtischen Regierungsrat Lukas Engelberger (CVP) ist die Aussage von Emmanuelle Cosse eine gute Botschaft. «Ich hoffe, dass Hollande das Versprechen, Fessenheim 2016 zu schliessen, einhalten wird», sagt Engelberger auf Anfrage der BaZ.Die Regierung hat sich aus Sicherheitsüberlegungen schon mehrfach für die Schliessung des Atomkraftwerkes ausgesprochen. Hintergrund sind die vielen Pannen und Störungen im ältesten AKW von Frankreich.

Keine Auswirkung auf Angebot

Eines ist gewiss: Die Abschaltung von Fessenheim wird sich nicht auf das Stromangebot in Basel auswirken. «Der Strom wird von allen Produzenten ins Netz eingespeist. Woher der Strom aus der Steckdose dann kommt, lässt sich nicht sagen», sagt Andreas Schwander, Mediensprecher der Schweizer Stromnetzgesellschaft Swissgrid.

Guido Lichtensteiger vom Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen erwartet keinerlei Auswirkungen auf das Angebot. Konsequenzen dürfte es nur für die drei an Fessenheim beteiligten Schweizer Firmen Axpo, BKW und Alpiq haben. (Basler Zeitung)

Zuletzt geändert am: 18.10.2014 um 10:58:22

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