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von brutto tempo
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Laut Atomaufsicht (ASN): Fessenheim wird frühestens in fünf Jahren abgeschaltet Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 16.06.2015
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Die Arbeit der Atomkraftgegner geht weiter. Foto: Ingo Schneider

Der französische Präsident François Hollande hatte versprochen, das dienstälteste französische Atomkraftwerk Fessenheim bis 2017 zu schließen. Doch der Termin scheint nicht mehr zu halten zu sein.

Der Energiekonzern EDF habe der Atomaufsicht ASN noch keinen Beschluss über die Schließung eingereicht, sagte die ASN-Regionalchefin Sophie Letournel am Dienstag in Straßburg.

Berücksichtige man die langwierigen Verwaltungsverfahren, könnten bis zu einer Schließung Fessenheims noch mindestens fünf Jahre vergehen, sagte sie. "Für uns ist Fessenheim eine funktionierende Anlage, die wir kontrollieren wie alle anderen."

Die ASN mahnte in Fessenheim gründlichere Instandhaltungsarbeiten an.Die Reparaturen an undichten Rohrleitungen im März hätten mehr Sorgfalt verlangt, hieß es. Es sei kein Schaden für die Umwelt entstanden.

Vom lothringischen Kraftwerk Cattenom sei 2014 zu viel Kupfer ins Moselwasser ausgetreten, 900 Kilogramm über dem zulässigen Grenzwert von 8200 Kilogramm pro Jahr. EDF ersetze deswegen die Leitungen aus Messing bis 2019 durch Titan.

Fessenheim ist seit 1977 am Netz. Baden-Württemberg und Umweltschützer im Dreiländereck warten seit langer Zeit auf die Schließung des Atomkraftwerks dicht an der deutschen Grenze.


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Zwei Jahre vor der vom französischen Staatspräsident François Hollande geplanten Stilllegung des elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim ist noch immer ungewiss, ob der Termin vor einem möglichen Regierungswechsel im Frühjahr 2017 zu halten ist.

Bislang hat der Akw-Betreiber Electricité de France (EdF) gegenüber der französischen Atomaufsicht keine Schließung des Standortes Fessenheim angekündigt. "Ab diesem Zeitpunkt hat EdF bis zu zwei Jahre Zeit, um die für die Abwicklung nötigen Unterlagen, bei uns abzugeben", sagte die Leiterin der Asn Straßburg, Sophie Letournel, bei der ASN-Jahrespressekonferenz.

Es liege in der Hand von EdF, ob der Konzern diese Frist tatsächlich ausschöpfe. Bis zu einer kompletten Stilllegung inklusive Rückbau dürften anschließend weitere Jahre vergehen. Unter diesem Aspekt scheint es unwahrscheinlich, dass es bis Anfang 2017 zu einer Stilllegung oder mindestens einer Abschaltung des Akw kommt.

Neuer Reaktor wird in Flamanville gebaut


EdF hat jedoch ein verstärktes, wirtschaftliches Interesse, Fessenheim bald vom Netz zu nehmen. Ein von den regierenden Sozialisten auf den Weg gebrachtes Energiegesetz begrenzt die aus Atomkraft produzierte Strommenge von bislang 75 auf künftig 50 Prozent des Energiemixes.

Das Gesetz befindet sich derzeit in zweiter Lesung in der Nationalversammlung. EdF kann den Reaktor neuen Typs, den EPR, der seit 2007 im nordfranzösischen Flamanville gebaut wird, nur dann in Betrieb nehmen, wenn es vorab ein anderes Akw schließt – Hollande hat sich seit seiner Wahl 2012 auf Fessenheim festgelegt. Seine Umweltministerin Ségolène Royal hatte die Entscheidung EdF überlassen wollen, war von Hollande jedoch korrigiert worden.

Die Inbetriebnahme des EPR wurde jüngst erneut verschoben, und zwar auf Frühjahr 2017. Fest steht, der EPR wird nur dann ans Netz gehen, wenn EdF rechtzeitig angekündigt, das ein anderer Standort im Gegenzug geschlossen wird. Jede weitere Verzögerung wirkt sich nachteilig aus.

Könnte eine Schließung wieder rückgängig gemacht werden?


Zum einen erhöhen sich die Kosten, die jetzt schon mit laut Le Monde mit neun Milliarden Euro fast das Dreifache der ursprünglich vorgesehenen Kosten erreicht haben. Zum anderen will der Stromkonzern seinen Reaktor ins Ausland verkaufen. Technische Mängel wirken da nicht gerade förderlich.

Marc Hoeltzel, dem in Straßburg die ASN und die Umweltbehörde unterstehen, antwortete auf die Frage, inwieweit eine neue, dann konservative Regierung das Energiegesetz und eine Schließung des Akw Fessenheim wieder rückgängig machen könne: "Ein Gesetz wird genauso wenig in ein paar Tagen außer Kraft gesetzt wie es auf den Weg gebracht wird."

Hollandes Vorgänger Nicolas Sarkozy, der für die bürgerliche Rechte wieder ins Rennen gehen möchte, hat bei einem informellen Besuch in Fessenheim unlängst angekündigt, er werde eine Schließung des Akw wieder rückgängig machen.

Fessenheim ist seit 1977 am Netz. Baden-Württemberg und Umweltschützer im Dreiländereck warten seit langer Zeit auf die Schließung des Atomkraftwerks dicht an der deutschen Grenze.

Zuletzt geändert am: 16.06.2015 um 13:58:55

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