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von brutto tempo
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Skepsis wegen Fessenheim Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 22.01.2015
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Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Kerstin Andreae (Dritte von links), informierte sich bei ihrem Besuch in Breisach unter anderem über den Bürgerbus. Foto: kai kricheldorff

Kerstin Andreae besuchte Breisach zum Informationsaustausch.

BREISACH (kff). Bei ihrem Besuch im Breisacher Rathaus äußerte sich die Freiburger Grünen-Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae skeptisch, ob das Atomkraftwerk Fessenheim 2016 tatsächlich vom Netz genommen wird. Weitere Themen waren unter anderem die B 31 West, die Rheinretention, der Breisacher Bürgerbus sowie andere ehrenamtliche Aktivitäten wie der Helferkreis für Flüchtlinge und das Adventsfenster.

Bürgermeister Oliver Rein informierte die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen außerdem über den Stand von Rheinretention, den Hochwasserschutz und seine Position zum Stopp des Planfeststellungsverfahrens für den Weiterbau der B 31 West. Auch die Hemmnisse bei der angestrebten Anerkennung des grenzüberschreitenden Weltkulturerbes Neuf-Brisach/Breisach brachte der Bürgermeister zur Sprache. Rein hofft zudem, dass der vom französischen Präsidenten François Hollande für 2016 angekündigte Termin für die Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim eingehalten wird. Kerstin Andreae äußerte sich dazu skeptisch. Die Absicht, Fessenheim vom Netz zu nehmen, werde von der Pariser Regierung längst nicht mehr so eindeutig formuliert, wie nach der Wahl Hollandes vor fast 3 Jahren, befand die Grünen-Politikerin. Von Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte sie, das Thema auf die Agenda der deutsch-französischen Konsultationen zu setzen.

Ortszentren sollen entlastet werden


In Sachen B 31 West vertrat Andreae die Meinung, dass der auf 70 Prozent geschätzte Anteil des Quell- und Zielverkehrs auf dem Abschnitt zwischen Gottenheim und Breisach nicht für den Weiterbau der Straße sprechen würde. Werde im neuen Bundesverkehrswegeplan die Dringlichkeit für das Projekt hochgestuft, könnte die Straße gebaut werden. Bislang läge aus dem Berliner Verkehrsministerium allerdings keine Finanzierungszusage vor, so Andreae. Vorrang hat für die Abgeordnete die Frage, wie Bötzingen, Gottenheim, Wasenweiler und Ihringen vom Durchgangsverkehr entlastet werden können. Bürgermeister Oliver Rein wies auf die überregionale Bedeutung der B 31 West als Verbindungsachse vom Schwarzwald in die Vogesen hin.

Gisela Bühler und Michael Mros vom Vorstand des Breisacher Bürgerbusvereins informierten die Abgeordnete aus Freiburg über die Entwicklung des ehrenamtlich betriebenen Bürgerbus-Betriebs, der vor 2 Jahren in der Europastadt aufgenommen wurde. 30 000 Fahrgäste wurden seither befördert. "Unsere Anfangskalkulation von 6000 Passagieren im Jahr ist erheblich übertroffen worden", sagte Mros. Die Fahrtgastzahlen wiesen eine nach wie vor steigende Tendenz auf. Augenblicklich überlege der Bürgerbus-Verein, das ÖPNV-Angebot auf Sonn- und Feiertage auszuweiten. 24 Fahrerinnen und Fahrer sitzen ehrenamtlich an den Lenkrädern der beiden Busse. Der städtische Betriebszuschuss beträgt 30 000 Euro im Jahr. Die grün-rote Landesregierung sieht nach den Worten Andreaes im Bürgerbus eine sinnvolle Ergänzung des ÖPNV-Angebots und würdigt das bürgerschaftliche Engagement. Es gebe Überlegungen, Bürgerbusvereine in Zukunft mit Landesmitteln finanziell zu fördern, sagte die Grünen-Politikerin.

Beeindruckt vom Erfolg des Projekts, unternahm sie im Bürgerbus eine Rundfahrt durch Breisach. Dabei verriet sie, dass in ihrer Geburtsstadt Schramberg ihr Vater ehrenamtlich den Bürgerbus fährt. Nach Breisacher Vorbild betreiben Schramberger Bürger in der Schwarzwaldstadt ebenfalls eine Bürgerbuslinie.

Zuletzt geändert am: 22.01.2015 um 23:46:01

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