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Block 2 in Fessenheim geht wieder in Betrieb Aktionsbündnis News
Veröffentlicht von Administrator (admin) am 03.03.2017
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Der seit fast neun Monaten stillstehende Block 2 des Akw Fessenheim könnte Ende Juli wieder hochgefahren werden. Foto: dpa

Der seit fast neun Monaten stillstehende Block 2 des Akw Fessenheim könnte Ende Juli wieder hochgefahren werden. Über das Procedere der angeblich geplanten Abschaltung schweigt der Betreiber.

Der seit fast neun Monaten stillstehende Block 2 des Akw Fessenheim könnte Ende Juli wieder hochgefahren werden. Akw-Direktor Marc Simon-Jean nannte bei der Jahresbilanzpressekonferenz in Fessenheim den 31. Juli als derzeit wahrscheinliches Datum. Mitte Juni 2016 hatte der Betreiber Electricité de France (EdF) Block 2 auf Weisung der französischen Atomaufsicht (ASN) bis auf weiteres abgeschaltet. Die staatliche Kontrollbehörde hatte das Prüfzertifikat entzogen: Es bestanden erhebliche Zweifel an der Sicherheit eines von drei Dampferzeugern – Zweifel, die nun ausgeräumt scheinen.

Aufgedeckt worden waren die Sicherheitsmängel im Zusammenhang mit einem Skandal um den französischen Reaktorhersteller Areva. Wie Dutzende andere Bauteile in französischen Akw enthielt der Stahl eines Dampferzeugers in Block 2 in Fessenheim mehr Kohlenstoff als vorgeschrieben. Die fehlerhafte chemische Zusammensetzung hatte die Firma in den Produktionsdokumenten geschönt.

Dampferzeuger wird nicht ausgetauscht

Simon-Jean zufolge hat EdF in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Tests die Sicherheitsbedenken ausräumen können. In den Gesprächen mit der ASN sei von einem Austausch des betroffenen Teils keine Rede, betonte Simon-Jean vor Journalisten. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass die mechanischen Eigenschaften im unteren Bereich des Dampferzeugers den Anforderungen standhalten würden.

Unterdessen hüllen sich sowohl EdF wie die französische Regierung über das Prozedere der geplanten Abschaltung des Akw Fessenheim in Schweigen. Ende Januar hatte der Verwaltungsrat von EdF der Entschädigung für die Stilllegung von Fessenheim zugestimmt, gleichzeitig aber Bedingungen gestellt. Bis zur Präsidentschaftswahl Ende April müsste Staatspräsident François Hollande per Dekret die Stilllegung beschließen. Unterdessen geht im Akw der gewohnte Betrieb weiter. "Wir sorgen bis zuletzt für absolute Sicherheit", versicherte Simon-Jean. 2016 stellte EdF in Fessenheim sogar 31 neue Mitarbeiter ein.

Zuletzt geändert am: 03.03.2017 um 09:24:11

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