Freitag, 26 März 2021 09:21

Die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius beschränken Empfehlung

Coronakonform und mit viel Abstand wurde am Freitag für mehr Klimaschutz demonstriert. Coronakonform und mit viel Abstand wurde am Freitag für mehr Klimaschutz demonstriert. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weiler Zeitung,  22.03.2021 - 17:30 Uhr

 

Müllheim. Rund 50 Teilnehmer haben am Freitagnachmittag auf dem Markgräfler Platz in Müllheim den weltweiten Klimastreik unterstützt, zu dem die Fridays-for-Future-Bewegung aufgerufen hatte. Die Aktion stand unter dem Motto „#Allefür1Komma5“. Die Fridays-for-Future-Bewegung fordert die Politik damit auf, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen.

In der Region hatte die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (Agus) Markgräflerland die lokalen Solidaritätskundgebung organisiert. Den Aufruf haben verschiedene lokale Umwelt- und Klimaschutzorganisationen unterstützt, darunter das „Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen. Jetzt!“ und Bürgerwindrad Blauen, sowie die Müllheimer Initiativen Soziale Stadt, Generationen Netz und Rettet den Eichwald.

„Kommunen und Regionen kommt eine herausragende Rolle beim Kampf gegen die globale Erderhitzung zu“, sagt Agus-Sprecher Jürgen Hauke. Die Veranstalter hätten lange überlegt, ob sie die Solidaritätskundgebung wegen Corona und der steigenden Inzidenzen durchführen sollen. Letztlich habe man sich dafür entschieden, mit Disziplin und Respekt gegenüber der Pandemie und dem Virus sowie rücksichtsvoll gegenüber den Mitmenschen und mit angemessener Selbstverantwortung die Veranstaltung durchzufüren, denn „Gegen Erderhitzung hilft keine Impfung“. So wurde coronakonform mit Masken und viel Abstand demonstriert.

Kurt Mayer vom Verein Bürgerwindrad Blauen verwies auf die Bedeutung der Windkraft für die Energiewende und damit den Klimaschutz. Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima stehe man beim Thema Windkraft immer noch am Anfang.

Die von den Gemeinden und Verwaltungsverbänden begonnenen Teilflächennutzungspläne Windkraft seien in zehn Jahren nicht aus dem Entwurfsstadium hinausgekommen. „Die Entwürfe zu den nie zu Ende geführten Flächennutzungsplänen Windkraft in den GVVs Müllheim-Badenweiler und Schliengen-Bad Bellingen verstauben in den Schubladen und sind das Papier nicht mehr wert auf dem sie geschrieben wurden“, stellte Mayer fest.

Adelheid Wilheim-Sprondel von der Initiative Soziale Stadt Müllheim ging auf das Thema Mobilität ein. Ihrer Ansicht nach sei der aktuelle Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) ungeeignet, eine relevante Verkehrs- und Klimawende herbeizuführen. Der Entwurf stelle eine wesentliche Verschlechterung gegenüber dem jetzigen Busangebot dar.

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